ADHS

ADHS (AufmerksamkeitsDefizitHyperaktivitätsSyndrom) und

ADS (AufmerksamkeitsDefizitSyndrom)

sind Erkrankungen, die bei Kindern und Jugendlichen mit einer Prävalenz von 2 - 6% diagnostiziert und seit über 50 Jahren erfolgreich medikamentös behandelt werden.

Die Patienten leiden an Störungen der Aufmerksamkeit und des Durchhaltevermögens, an kurzfristigen Stimmungsschwankungen und Stimmungseinbrüchen, an Störungen der Impulskontrolle und motorischer Überaktivität. Sie können sich nur schlecht selbst organisieren und haben eine geringe Frustrationstoleranz.

Mehrere in den USA durchgeführte epidemiologische Langzeituntersuchungen haben eine Fortdauer der Störungen vom Kindes- und Jugendalter bis ins Erwachsenenalter belegt und eine Prävalenz der ADHS in der erwachsenen Allgemeinbevölkerung von 1,5 - 4,4% nachgewiesen. Im Erwachsenenalter lassen die hyperaktiv-impulsiven Störungen nach, während die kognitiven Defizite an Bedeutung gewinnen.

Studienergebnisse belegen, dass die ADHS im Erwachsenenalter mit Funktionseinschränkungen in mehreren Lebensbereichen einhergeht, z.B. Bildungsfähigkeit, Berufsausübung, Partnerschaft, Elternschaft und Verkehrstüchtigkeit.

Studienergebnissen belegen auch, dass ca. 70% aller an ADHS erkrankten Erwachsenen unter mindestens einer weiteren psychiatrischen Erkrankung leiden. Im Vordergrund stehen dabei depressive Erkrankungen, dissoziale Persönlichkeitsstörungen und Abhängigkeitserkrankungen. Es gibt auch Hinweise auf erhöhte Komorbidität mit emotional-instabiler Persönlichkeitsstörung, mit Angsterkrankungen und Essstörungen.

Ich selbst behandle seit über 14 Jahren Erwachsene mit ADHS und ADS. Neben eingehender neuro-pschiatrischer Untersuchung ist in meiner Praxis eine qualifizierte testpsychologische Untersuchung unverzichtbarer Bestandteil der Diagnostik und somit Voraussetzung für den Beginn einer medikamentösen Therapie. Methylphenidat, besonders in retardierter Form gilt auch für mich als Goldstandard der Therapie. Ggf. müssen zusätzlich vorhandene psychische Erkrankungen in das Therapiekonzept einbezogen werden. 

Internationale Leitlinien empfehlen eine Behandlung der ADHS im Rahmen eines multimodalen Konzeptes, bestehend aus Psychoedukation, Verhaltenstherapie und medikamentöser Therapie.

In Kooperaition mit der psychologischen Praxis Frau Martina Pleyer kann ich nun seit Januar 2011 ein solches multimodales Therapiekonzept anbieten, wobei Frau Pleyer den verhaltenstherapeutischen und teils auch psychoedukativen Part übernimmt:

ADHS- Coaching für Erwachsene ist ein verhaltensorientiertes Training, das einzeln oder in Gruppen durchgeführt werden kann. Es besteht aus fünf bis zehn strukturierten Sitzungen, in denen die persönlichen Probleme analysiert, Ziele formuliert und Selbstverpflichtungen entwickelt werden. Es geht insbesondere um das Erlernen eines angemessenen Gesprächsverhaltens, die Strukturierung des Alltags, die Einteilung von Zeit, Geld oder Arbeit. Zwischen den Sitzungen sollen die Teilnehmer das Erlernte in Wochenaufgaben erproben.



 
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